TSV Geschichte


Die erste Generalversammlung fand am 26. Januar 1913 im Gasthaus "Zum Lamm" statt. Als 1. Vorstand wurde nun Christian Hammer gewählt. Es beantragte der Stemmwart eine Ringmatte, vier Jongliergewichte, eine Hantel zum einarmigen Stemmen und ein Lehrbuch über Ringkampflehre.

Als neue Mitglieder wurden aufgenommen: Adolf Lederer, "Hirschwirt", und Karl Wilhelm, "Lindenwirt". Insgesamt sind dem Verein im Laufe des Jahres 1913 sechzehn Mitglieder beigetreten.

Am 1. Juni 1913 beteiligte sich der Verein zum ersten Male an Wettkämpfen. Sie wurden beim Gaufest in Ebersbach ausgetragen. Zur Freude des Vereins erlangte dabei Mitglied Ernst Ritter einen Preis im Stemmen.

Auf Anregung auswärtiger Sportvereine fand sich der Verein bereit, am 17. August 1913 in Strümpfelbach ein Sommerfest zu veranstalten. Zu diesem Fest wurde der Ort festlich geschmückt. Schultheiß Kümmel hielt eine mit großem Beifall aufgenommene Festrede. Mit Sang und Klang zog der Festzug durch den Ort, woran sich viele auswärtige Vereine beteiligt hatten, darunter auch der Kraftsportverein Waiblingen und eine Deputation des 1.Athletenklubs Germania Esslingen. Turnwart Zimmerle führte mit einer Turnerabteilung Freiübungen vor. Es folgte das Stemmen und Übungswart Knauß trat mit der Musterriege auf. Mit großer Bewunderung sahen Einwohnerschaft und Festgäste der Musterriege des Kraftsportvereins Waiblingen und dem Ringen der Waiblinger Sportskollegen zu. Dieses Fest wurde zu einer großen Kundgebung für den Kraftsport.

Am 31. August 1913 traten die Tauziehermannschaft und die Musterriege bei Mannschaftskämpfen in Winterbach auf. Beiden wurde ein Preis zuerkannt.

Bei einer Weihnachtsfeier wurden am 27. Dezember 1913 die Mitglieder und ihre Angehörigen mit einem unterhaltenden Programm erfreut. Theaterstücke ("Das Drei-Monats-Kind" und "Die gemopste Zigarre"), Zithervorträge, sportliche Übungen, lebende Bilder und der Vortrag einiger Lieder fanden reichlich Beifall. Mit der Versteigerung des Christbaums erreichte die schöne, wohlgelungene Feier ihr Ende. Das war ein hoffnungsvoller Anfang für das Vereinsleben. Vorstand Christian Hammer äußert sich befriedigt: "Alles in Allem machten die Veranstaltungen dem Verein alle Ehre und es ist nur zu wünschen, daß auch in Zukunft die Mitglieder sich Mühe geben, kameradschaftlich und strebsam zusammenzuarbeiten. Dann werden wir schöne Festlichkeiten und weitere Erfolge verzeichnen können."

Der Verein und die Gemeinde Strümpfelbach hatten sich darum beworben, daß am 14. Juni 1914, also sechs Wochen vor der Mobilmachung des Ersten Weltkriegs, in Strümpfelbach das Gaufest abgehalten wurde. Auch dieses Fest wurde wieder zu einem großen Erlebnis der Festgäste und der Einwohnerschaft. Am Festzug beteiligten sich 20 Vereine. Die Massenübungen sämtlicher Musterriegen des Gaues hinterließen großen Eindruck. Die Strümpfelbacher Musterriege errang den vierten Preis, eine Medaille.
 
   
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